Es gibt nicht viele Themen, die mehr diskutiert werden als die Strompreise. Ständig steigen diese an und lassen somit den Verbrauchern fast keinen Spielraum, effektiv etwas sparen zu können. Ganz im Gegenteil: Man wird regelrecht entmutigt, da das Sparen beim oder am Strom durch die immer wieder steigenden Preise aufgefressen wird.
Nun bewegt uns nicht nur in Deutschland dieses Thema. Nein, auch Europaweit wird gerne und hitzig über den Strom und seine Kosten diskutiert. Ist der Preis zu hoch? Welche Länder nehmen zu viel, welche gar zu wenig? Und wie entwickelt sich der Verbrauch in den nächsten Jahrzehnten? Als Dauerthema in der Europapolitik können die unterschiedlichen Strompreise schon lange herhalten.
Andere Länder – andere Kosten
Fakt ist, dass Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen gehört. Und das in ganz Europa. Nur Italien, Dänemark und die Niederlande lassen sich ihren Strom noch mehr vergolden. Während wir in Deutschland im Schnitt 18,32 Euro für 100 Kilowattstunden berappen müssen, dürfen die Dänen hierfür sage und schreibe 23,62 Euro auf den Tisch legen. Da soll man mal meckern, dass Deutschland so teuer ist. Doch es geht auch anders herum. So zahlt man in Griechenland für dieselben 100 Kilowattstunden bescheidene 7,01 Euro. Vielleicht ein gutes Auswanderziel?
Jammern hilft nicht
Mitnichten. Griechenland greift seinen Bürgerinnen und Bürgern an anderer Stelle deutlich tiefer in die Tasche, als es hier in Deutschland üblich ist. Die Kosten sind somit mehr oder weniger nur anders gelagert. Rechnet man die monatlichen Fixkosten eines durchschnittlichen Haushaltes in beiden Ländern einmal zusammen, wird man grob auf den gleichen Wert kommen. Wer also wirklich etwas an seinen Stromkosten ändern möchte, muss entweder zum Eigenversorger werden oder andere Wege gehen.
In diesem Sinne: Auch wenn die Strompreise europaweit heiß diskutiert werden, wird man über kurz oder lang nichts daran ändern können. Denn eine einheitliche Regelung ist nicht in Sicht.
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