Sparbuch war gestern

Das Sparbuch galt lange Zeit als des Deutschen liebste Anlageform. Auch heute schlummern auf dieser meist recht niedrig verzinsten Anlageform noch mehrere hundert Millionen oder sogar Milliarden Euro, welche auf Sparbuch Alternativen eine deutlich höhere Rendite erzielen würden. Zudem ist beispielsweise das Tagesgeld, welches genau so sicher wie ein Sparbuch ist, deutlich flexibler, da hier keine Kündigungsfrist existiert und über das Geld täglich verfügt werden kann.

Während auf einem durchschnittlichen Sparbuch rund 1,9 % Zinsen pro Jahr gezahlt werden, sind es auf einem Tagesgeldkonto meist 4,0% p.a. und mehr. Bei einem Anlagebetrag von 5.000 Euro macht dies eine Differenz von 105 Euro pro Jahr – gar nicht übel, für einen Wechsel, der nicht einmal eine Stunde in Anspruch nimmt.

Bei der Wahl der geeigneten Anlageform sollte immer auf eine ausreichende Einlagensicherung geachtet werden. Hier gilt zwischen der staatlich garantierten Sicherung sowie freiwilligen Sicherungsfonds der Banken zu unterscheiden. Gerade bei ausländischen Banken sollte hier Vorsicht gelten, wie auch der Fall der isländischen Kaupthing Bank zeigte.

Besonders attraktive Tagesgeldkonten, praktisch die Alternative zum Sparbuch, bietet meist so genannte Direktbanken an, wie auch durch Empfehlungen der Unternehmensberatung bekannt wurde. Bei einer Direktbank handelt es sich um ein Geldinstitut, dass ohne eigene Filialen auskommt und die Kontoführung stattdessen online, per Telefon oder per Post abwickelt. Da die Ausgaben für Miete und Personal sehr gering sind, können diese Banken meist hohe Zinsen zahlen. Häufig sind Direktbanken allerdings Tochterunternehmen großer Banken, so gehört beispielsweise die comdirect bank zur Commerzbank, die norisbank zur Deutschen Bank.

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